Kirche

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Die Kirche von Wohnfeld

Wohnfeld besaß nach Angabe des Saalbuchs von 1741 schon vor der Reformationszeit ein kleines Kirchlein, aber ohne Altar, Kanzel und Gestühl. Die 30 Fuß lange, 20 Fuß breite und 12 Fuß hohe Kapelle war komplett aus Holz (1Fuß = 30,48 Zentimeter). 1628 berichtet der Pfarrer Ludwig Hoffmann aus Bobenhausen II, dass die Kapelle, die zudem viel zu klein war, damals einem Schweinestall ähnlicher sah als einer Kirche. Ihr Chor war zusammengebrochen und hing zwischen einem Schweine- und einem Pferdestall. Danach wurde die Kirche mehrfach repariert, diente ihrem Zwecke aber noch über 

150 Jahre. Im Jahr 1628 hatte Wohnfeld 9 Konfirmanden, die alle zu dieser Zeit in der Kirche zu Bobenhausen II getauft wurden. Auch musste sie Gemeinde Wohnfeld zu Ostern „mändel Eyer“ (1Mandel – 15 Stück) an die Pfarrei abführen. Wie lange das Pflicht der Gemeinde war, ist nicht bekannt. In einer Eingabe der Gemeinde Wohnfeld 

vom 15. März 1710 wird von einem „gantz wüsten, mehr einem Stall als Gotteshauss gleichenden, weder mit einer Cantzel, noch Bänken versehenen und noch überdas alten und ohnedem den Einsturz dräuenden Kirchlein“ geredet. Die Gemeinde bemühte sich, die Kapelle abzureißen und an ihrer Stelle eine neue Kirche zu errichten. Aber man erhielt am 7. April 1710 von Landgrafen Ernst Ludwig nur die Erlaubnis zur Reparatur und zur Ausschreibung einer Kollekte.